In Höver verwandelt Holcim Deutschland klimaschädliches CO₂ in eine Chance für die deutsche Industrie
In unserem Zementwerk im niedersächsischen Höver treiben wir die Dekarbonisierung der Zementproduktion entschieden voran. Höver wird einer der ersten Industriestandorte in Deutschland sein, an dem CO₂ real in größeren Mengen abgeschieden werden kann. Mit der weltweit größten Membrananlage für CO₂-Abtrennung. Damit setzen wir ein klares Zeichen für den Erhalt des Industriestandortes Deutschland.
Die Welt braucht dringend neue Lösungen, um den unverzichtbaren Baustoff Zement zukunftsfähig zu machen. Wir können den CO₂-Fußabdruck von Zementen und Betonen bereits heute um über 50 Prozent reduzieren – beispielsweise durch die Umstellung auf CO₂-ärmere Energiequellen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette, durch alternative Roh- und Brennstoffe sowie durch unsere Expertise bei der Rezepturentwicklung zur Dekarbonisierung von Zement und Beton.
Aber etwa zwei Drittel der Emissionen der Zementindustrie sind bei herkömmlicher Zementproduktion rohstoffbedingt und lassen sich auch durch den Einsatz erneuerbarer Energien nicht vermeiden. Sie gelten daher als unvermeidbar.
Für Klimaneutralität, die wir bei Holcim Deutschland bis 2045 anstreben, setzen wir auf innovative Abscheidetechnologien, um auch die verbleibenden, unvermeidbaren Emissionen einzusparen. Genau daran arbeiten wir mit unserem Innovationsprojekt Carbon2Business. Als First Mover treiben wir die Dekarbonisierung unserer Zementproduktion entschieden voran und setzen damit ein klares Zeichen für den Erhalt des Industriestandortes Deutschland.
Europäische Spitzentechnologie für wirtschaftliche Dekarbonisierung
In unserem Zementwerk in Höver, Niedersachsen, verfolgen wir mit Carbon2Business einen klaren Fahrplan für die vollständige Dekarbonisierung des Werks. Wir setzen dabei auf europäische Spitzentechnologie auf Basis des in der Zementbranche innovativen Membrantrennverfahrens, das in anderen Industriezweigen bereits etabliert ist. Das Verfahren gilt als eine der energieeffizientesten Methoden zur CO₂-Abscheidung. Da die Technologie dem Herstellungsprozess nachgeschaltet wird und modular skalierbar ist, ebnet sie den Weg für eine schnelle und wirtschaftliche Dekarbonisierung von bestehenden Industrieanlagen.
Nach erfolgreichen Tests im kleineren Maßstab skalieren wir das Membranverfahren in Höver signifikant. Die aktuell installierte Ausbaustufe ist darauf ausgelegt, jährlich bis zu 10.000 Tonnen CO₂ abzuscheiden. Langfristig soll die Anlage rund 90 Prozent der CO₂-Emissionen des Werks abtrennen und als hochreinen Rohstoff für nachgelagerte Industrien bereitstellen.
Dieser kann beispielsweise in der chemischen Industrie für die Produktion von Baustoffen, Treibstoffen oder Lebensmitteln genutzt werden. Dort sind fossile Rohstoffe wie Erdöl oder Erdgas ebenfalls unverzichtbar, weshalb abgeschiedenes CO₂ dabei helfen kann, fossile Grundstoffe zu ersetzen.
Das Zementwerk befindet sich in Höver, einem Ortsteil der Stadt Sehnde, südöstlich von Hannover gelegen. Am Standort sind rund 200 Mitarbeiter:innen und Auszubildende beschäftigt.
Höver ist einer von drei deutschen Zementwerkstandorten, an dem Holcim Deutschland ambitionierte Carbon2Business-Projekte zur Dekarbonisierung umsetzt.
Paradebeispiel für starke Technologiepartnerschaften
Die äußerst energieeffiziente und leicht skalierbare Lösung in Höver ist ein Ergebnis starker Partnerschaften. Holcim Deutschland vertraut auf europäische Ingenieurskunst und arbeitet eng mit den Technologiepartnern Cool Planet Technologies und dem Helmholtz-Zentrum Hereon zusammen.
Damit entsteht in Höver auch ein Paradebeispiel für europäische Wertschöpfung: sicher, erprobt und technologisch führend.
„Der Schritt von der Erprobung zur Ausbau-stufe ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung und starker Partnerschaften. Dass dieses Vorhaben vom Bundes-ministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, unterstreicht die große politische Bedeutung unserer Arbeit für die Dekarbonisierung des Industriestandorts Deutschland.“